50 Mio. US-Dollar fürs Gewinnen, aber die USA behalten einen Teil
Spanien ist Weltmeister geworden und hat einen Rekordpreis von 50 Mio. US-Dollar erhalten. Doch in den Schlagzeilen ging es nicht ums Spiel, sondern ums Geld: Ein Teil des Preises bleibt beim US-Finanzministerium. Wir erklären dir in Ruhe, wer wie viel verliert – und nebenbei lernst du das englische Vokabular rund ums Geld.
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Spanien ist Weltmeister 2026, und das Preisgeld erreicht einen Rekordwert. Die Nationalmannschaft erhielt rund 50 Mio. US-Dollar – den höchsten Preis in der Geschichte der Herren-Weltmeisterschaften. Man könnte meinen, das sei ein Fest ohne Haken. Doch schon wenige Stunden nach dem Finale sprachen Schlagzeilen weltweit nicht mehr vom Spiel, sondern vom Geld: Ein Teil dieser Summe wird das Team nie sehen, weil ihn das US-Finanzamt einbehält. Im Folgenden schauen wir genau hin, was passiert ist, warum gerade dieses Turnier „steuerlich“ wurde, wer tatsächlich wie viel verliert – und am Ende öffnet sich eine Mini-Lektion, in der du genau dieses Geld-Vokabular auf Englisch üben kannst.
Wie aus einem Sieg eine Steuernachricht wurde – und warum das fast alle Mannschaften betrifft, nicht nur Spanien – erklären wir Schritt für Schritt.
Warum ein Teil des Preises in den USA bleibt
Die WM 2026 wurde erstmals in der Geschichte von den USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausgerichtet. Und genau das ist der entscheidende Punkt. In den USA gilt eine alte Regel: Verdient ein nicht ansässiger Ausländer Geld auf US-Territorium, unterliegt dieses Einkommen der US-Steuer – egal, wo die Person lebt oder welchen Pass sie hat. Für besuchende Sportler und Künstler gibt es sogar einen halboffiziellen Begriff: „jock tax“, die Steuer auf Gastspieler. Der Standard-Quellensteuersatz auf solches Nichtansässigen-Einkommen beträgt 30 %.
Früher umgingen Weltmeisterschaften dieses Problem. Wenn das Turnier in Südafrika, Brasilien, Russland oder Katar stattfand, verhandelten die Gastgeber vorab Steuerbefreiungen: FIFA und Nationalmannschaften bekamen Garantien, und die Preise kamen ungeschmälert an. Das gehörte zu den Bedingungen, unter denen ein Land das Turnier ausrichten durfte.
Bei den USA ist die Geschichte anders. Hier gibt es keine pauschale Befreiung, die alles und alle abdeckt. Deshalb sind WM-Preise zum ersten Mal seit langem auf das echte Steuersystem des Gastgeberlandes gestoßen – und daraus entstanden die Schlagzeilen über „verlorene Millionen“.
Wer tatsächlich zahlt
Wer nur die Schlagzeilen liest, könnte meinen, Spanien verliere 15 von 50 Millionen – fertig. In Wirklichkeit ist das Bild nuancierter und hat zwei Ebenen.
Erstens. Die Preise, die die FIFA an die nationalen Verbände überweist, sind in den USA steuerfrei. Die FIFA hat das vorab mit dem US-Finanzministerium verhandelt, und die teilnehmenden Verbände erhielten einen Status nahe einer gemeinnützigen Organisation. Auf der Ebene „FIFA, Verband“ fällt also keine Steuer an.
Zweitens. Erst wenn der Verband das Geld an Personen auszahlt – Spieler, Betreuerteam, Personal –, kommt die Steuer ins Spiel. Diese Zahlungen gelten als in den USA erzieltes Einkommen und werden einbehalten. Außerdem wird nicht das gesamte Preisgeld besteuert, sondern nur der „US-Anteil“: Das Einkommen wird nach der Anzahl der Spiele in jedem der drei Gastgeberländer aufgeteilt. Dazu kommen Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, die für viele Mannschaften die Einbehaltung senken.
Kurz gesagt: „Spanien verliert 30 % von 50 Millionen“ ist eher eine praktische Schlagzeile als eine exakte Zahl. Die tatsächliche Summe hängt davon ab, wie viele Spiele das Team in den USA bestritt, wie der Verband das Preisgeld verteilt und welche Steuerabkommen greifen. Aber der Kern stimmt: Ein beachtlicher Teil der Feier landet beim Fiskus.
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Eine exakte Zahl lässt sich erst nennen, wenn die Verbände offenlegen, wie sie das Preisgeld verteilt haben, und die Spieler ihre Steuererklärung abgeben. Aber die Größenordnung ist klar.
Der 30-%-Quellensteuersatz gilt nur für das in den USA „erwirtschaftete“ Einkommen – und nur für den Teil, der tatsächlich bei den Personen ankommt. Danach lässt sich ein Teil der Steuer per Erklärung und über Länderabkommen zurückholen oder anrechnen. Für jeden Spieler heißt das also nicht „ein Drittel von allem weg“, sondern ein moderater effektiver Satz auf einen konkreten Zahlungsanteil. Auf Mannschaftsebene können es dennoch mehrere Millionen Dollar sein – aber weit entfernt von einem mechanischen „minus 15 Millionen vom Preis“.
Ein weiterer Punkt: Für Spitzenspieler ist dieses Preisgeld nur ein Teil ihres Jahreseinkommens, und sie haben Steuerberater, die den Effekt vorher berechnen. Für die Spieler ist es eher eine eingeplante Ausgabe als ein plötzlicher Schock. Der Schock steckt vor allem in den Schlagzeilen. Und er betrifft fast alle Mannschaften, die in den USA gespielt haben – nicht nur den Sieger. Nur ist Spaniens Summe die größte und sichtbarste.
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Englisches Geld-Vokabular
Diese ganze Geschichte ist ein Live-Lehrbuch für Money English. Wörter wie prize money, tax, treasury und income tauchen sowohl in Sportnachrichten als auch in Wirtschaftsartikeln auf. Klick auf jede Karte für ein Beispiel – und weiter unten öffnet sich eine Mini-Lektion mit Levels und Quiz auf Englisch.
Häufige Fragen
Wie viel Preisgeld hat die spanische Nationalmannschaft bei der WM 2026 gewonnen?+
Warum werden die Preise in den USA besteuert?+
Stimmt es, dass Spanien 30 % des Preises verliert?+
Wer zahlt die Steuer genau?+
Was hat das mit Englisch zu tun?+